Allah subhanahu wa ta’ala sagt:
وَوَصَّيْنَا الْإِنسَانَ بِوَالِدَيْهِ حَمَلَتْهُ أُمُّهُ وَهْناً عَلَى وَهْنٍ وَفِصَالُهُ فِي عَامَيْنِ أَنِ اشْكُرْ لِي وَلِوَالِدَيْكَ إِلَيَّ الْمَصِيرُ
وَإِن جَاهَدَاكَ عَلى أَن تُشْرِكَ بِي مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ فَلَا تُطِعْهُمَا وَصَاحِبْهُمَا فِي الدُّنْيَا مَعْرُوفاً وَاتَّبِعْ سَبِيلَ مَنْ أَنَابَ إِلَيَّ ثُمَّ إِلَيَّ مَرْجِعُكُمْ فَأُنَبِّئُكُم بِمَا كُنتُمْ تَعْمَلُونَ
Und Wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre -: “Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr. Doch wenn sie dich auffordern, Mir das zur Seite zu setzen, wovon du keine Kenntnis hast, dann gehorche ihnen nicht. In weltlichen Dingen aber verkehre mit ihnen auf gütige Weise. Doch folge dem Weg dessen, der sich zu Mir wendet. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren, und Ich werde euch das verkünden, was ihr getan habt.” [Sura Luqman Ayat 14-15]
Schaikh Abdurrahman As-Sa’di sagte: „Der Vers „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen“ bedeutet, dass Allah subhanahu wa ta’ala uns etwas anvertraut hat, wonach wir gefragt werden. Dieses etwas sind „die Eltern“. Dann sagt Allah „Sei Mir dankbar“, was bedeutet, dass man Ihn einzig und alleine anbetet und Seine Pflichten, die Allah uns zu tun auferlegte, erfüllt und keine unrechtmäßigen Sünden begeht; „und zu deinen Eltern“ bedeutet: Gütig zu den Eltern zu sein, sie mit Liebe, Zuneigung und Frömmigkeit, sowohl in den Worten als auch in den Taten zu überschütten, sie mit Milde und Ergebenheit zu behandeln, sie zu versorgen und sie niemals, sei es verbal oder physisch, zu verletzten. Allah subhanahu wa ta’ala erinnert uns daran, dass „Zu Mir die Heimkehr ist“, was bedeutet, dass wir am Tag des Gerichts zu Allah zurückkehren und über die Leihgaben befragt werden, die wir genossen haben. Wenn wir unsere Pflichten gut erfüllten, werden wir belohnt, wenn wir jedoch daran scheiterten, werden wir streng bestraft.
Dann erwähnt Allah subhanahu wa ta’ala den Grund, warum wir gütig zu unseren Eltern sein sollten, indem Er subhanahu wa ta’ala sagt, „seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche“, was bedeutet, dass seine Mutter ihn unter stetigem Leiden gebar; unter Schmerzen und Schwierigkeiten vom ersten Moment an, als das Kind sich in ihrem Bauch bewegte, bis zu den schlimmsten Schmerzen, während der Geburt. Und „seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre“, was bedeutet, dass während dieser zwei Jahre die Mutter ihr Kind stillt und auf ihn/sie aufpasst. Nach all diesen Jahren des Leidens, der Härte, Liebe und Fürsorge, können wir nicht zumindest unsere Mütter dafür entschädigen, was sie für uns getan haben und ihnen ihre Rechte zurückzahlen?“
Aus How to Be kind To Your Parents von Ibrahim Ibn Saaleh al-Mahmoud, S. 10
[Entnommen aus dem Day-Magazine, Ausgabe 4]