Archiv für die Kategorie ‘Reue’

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Wahre Tugend

Juli 4, 2010

Es wurde überliefert, dass ‘Ali bin Abi Talib – möge Allah mit ihm zufrieden sein – sagte:

Tugend befindet sich nicht in eurem Vermögen und euren zahlreichen Nachkommen; wahre Tugend ist, wenn eure guten Taten zahlreich sind und man ein vorzügliches Verständnis und Geduld besitzt, und wenn man darin wetteifert, seinen Herren anzubeten. Wenn man Gutes tut, lobpreist man Allah und dankt Ihm, und wenn man sündigt, fleht man um Allahs Vergebung. Es gibt nichts Gutes in diesem Leben außer zwei Sorten von Menschen: Jemand, der sündigt, aber sich dann verbessert, indem er Reue zeigt, und jemand, der bemüht ist und sich darin beeilt, das Gute im Jenseits zu erreichen.

Ibn ‘Asâkir, Al-Tawbah Artikel 13.

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Er ist es, Der die Reue Seiner Diener annimmt

August 28, 2009

Als der Ramadhaan nahte, baten unsere Salaf ununterbrochen um Vergebung, bereuten bei Allah und hatten angst, dass ihre Taten nicht angenommen werden. Sie bemühten sich (mit ´Ibadat) innerhalb Ramadhaans und außerhalb dessen, und anschließend hatten sie angst, dass all das von ihnen nicht angenommen wird.

Reue: Doch der Diener darf nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit verlieren. Er darf die Tür zwischen ihm und Allah nicht schließen und enttäuscht über  Seine  Barmherzigkeit sein.

Sag: O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige. [Az-Zumar:53]

Es ist Aufgabe des Bereuenden, Allah um Vergebung zu bitten und sich Ihm zuzuwenden. Allah, azza wa jal, akzeptiert die Reue des Bereuenden.

Er ist es, Der die Reue von Seinen Dienern annimmt und die Missetaten verzeiht. Und Er weiß, was ihr tut. [Shura:25]

Shaykh Salih al-Fauzan

[Itaf Ahlil-Iman bi Durus Shahrur-Ramadan S. 119-120]

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Zeichen wahrer Reue

Mai 10, 2009

Der große Asket Shaqiq Al-Balakhi – möge Allah sich seiner erbarmen – wurde einst gefragt:3214032587_f5510d8af4_b

Was ist das Zeichen (wahrhaftiger) Reue?” Er antwortete: “Das fortdauernde Weinen über die vergangenen Sünden, große Furcht zurück in sie zu fallen, sich von schlechter Gesellschaft fernzuhalten und die Gesellschaft rechtschaffener Menschen zu pflegen.

Abû Bakr Al-Daynûrî, Al-Mujâlasah wa Jawâhir Al-‘Ilm Artikel 2645.

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Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen?

Februar 23, 2009

Als Maalik ibn Dinar (der bekannte Tabi’i) über die Gründe seiner Tawbah (Reue) gefragt wurde, sagte er:

„Ich war Ordnungshüter und neigte zum Trinken. Ich kaufte eine wunderschöne Sklavin, die mir eine Tochter schenkte (er gab ihr den Namen Fatima). Ich war in meine Tochter vernarrt und als sie auf allen Vieren zu krabbeln begann, begann ich, sie sogar noch mehr zu mögen. Immer wenn ich ein starkes Getränk vor mir stehen hatte, kam sie zu mir und drückte mich von ihm weg oder sie schüttete es aus. Als sie ihr zweites Lebensjahr vollendete, starb sie. Ich erlag ihrem Verlust mit Kummer. Als die Nacht des 15. Scha’ban kam – es war die Nacht vor Jumu’ah – blieb ich zuhause und trank. Ich verrichtete das ‘Ischa-Gebet nicht. Dann hatte ich einen Traum, dass der Tag der Abrechnung begonnen hatte, die Trompete wurde geblasen, die Gräber hatten ihre Toten herausgelassen, die Menschheit wurde versammelt und ich war unter ihnen. Ich hörte etwas hinter mir. Ich drehte mich um und sah einen Drachen von unbeschreiblicher Größe, blau-schwarz, der mich mit offenem Kiefer jagte. Ich floh mit Schrecken. Ich ging an einem Schaikh vorüber, der makellose Kleidung trug, von dem ein wohlriechender Duft ausging. Ich grüßte ihn und er grüßte zurück. Ich sagte zu ihm: „Oh Schaikh, beschützte mich vor diesem Drachen und möge Allah dich beschützen!“ Der Schaikh weinte und sagte: „Ich bin schwach und er ist stärker als ich, ich kann ihn nicht besiegen. Gehe schnell, vielleicht schenkt dir Allah etwas, das dich vor ihm schützen wird.“

Ich drehte mich um und nahm meine Flucht wieder auf. Ich stieg auf eine der Vorgebirge des Tags der Abrechnung, um die Stufen des Höllenfeuers überblicken zu können. Ich betrachte den Schrecken, den sie beinhalteten und fiel vor Angst vor dem Drachen fast in ihn. Aber ein Rufer rief mich: „Geh zurück! Du gehört nicht zu seinen Gefährten.“ Seine Worte stillten meine Furcht und ich ging zurück. Aber der Drache verfolgte mich wieder. Ich ging zurück zum Schaikh und sagte: „Oh Schaikh, ich bat dich, mich vor diesem Drachen zu beschützen, jedoch hast du es nicht getan.“ Wieder weinte er und sagte: „Ich bin schwach, jedoch gehe zu diesem Berg. In ihm sind die Lager (wada’i') der Muslime. Wenn dort etwas auf Lager (wadi’a) für dich ist, dann wird es dir helfen.“

Ich sah mich um und sah einen rundgeformten Berg der silbern gekappt war mit Kuppeln aus ausgehöhlten Perlen und hängenden Gardinen und jede Kuppel hatte zwei große rotgoldene Tore, die mit Smaragden und Perlen überzogen und von Gardinen aus Seide überhangen waren. Als ich den Berg sah, floh ich zu ihm mit dem Drachen dicht auf den Fersen. Als ich den Berg erreichte, rief einer der Engel: „Hebt die Schleier an, öffnet die Tore und schaut hinaus! Vielleicht hat dieser Elende etwas in Lager, das ihn vor seinem Feind retten wird.“ Daraufhin wurden die Schleier gelüftet, die Tore geöffnet und aus den Palästen kamen Kinder mit Gesichtern, die dem Vollmond gleichten.

Der Drache holte mich ein und ich war kurz vor der Verzweiflung. Eines der Kinder rief: „Wehe dir! Kommt und schaut euch das an! Sein Gegner ist ihm sehr nahe.“ Woraufhin die Kinder eine Welle nach der anderen in Vorschein traten und unter ihnen war meine liebe Tochter, die vor zwei Jahren gestorben war. Als sie mich sah, weinte sie und sagte: „Mein Vater, bei Allah!“ Dann sprang sie auf ein Fuhrwerk aus Licht und kam in meine Nähe mit der Geschwindigkeit eines Pfeiles. Sie legte ihre linke Hand auf meine reche Hand und ich hielt mich an ihr fest. Dann streckte sie ihre rechte Hand zum Drachen, der sich umdrehte und floh. Meine Tochter bat mich, mich hinzusetzen, dann setzte sie sich auf meinen Schoß und fuhr durch meinen Bart und sagte: „Oh mein Vater,

أَلَمْ يَأْنِ لِلَّذِينَ آمَنُوا أَن تَخْشَعَ قُلُوبُهُمْ لِذِكْرِ اللَّهِ

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs? [57:16]

Ich begann zu weinen und sagte: „Oh meine Tochter, ihr Kinder wisst den Qur’an?“ Sie antwortete: „Mein Vater, wir wissen ihn besser als ihr.“ Dann sagte ich zu ihr: „Erzähle mir über den Drachen, der mich vernichten wollte.“ Sie erwiderte: „Jener war deine schlechten Taten, die du aufgebaut und gestärkt hast und sie wollten dich ins Höllenfeuer bringen.“ Ich fragte: „Was ist mit dem Schaikh, an dem ich vorbei ging?“ Sie antwortete: „Oh mein Vater, jener war deine rechtschaffenen Taten, die du geschwächt hast, bis sie deinen schlechten Taten nicht mehr gewachsen waren.“ Ich sagte: „Oh meine Tochter, was habt ihr in diesem Berg gemacht?“ Sie antwortete: „Wir sind die Kinder der Muslime, uns wurde diese Unterkunft bis zur Stunde gegeben. Wir warten auf alles, was ihr uns vorausschickt und wir legen Fürsprache für euch ein.“

Dann wachte ich plötzlich auf und sah, dass der Morgen angebrochen war. Ich schleuderte das Gift (Alkohol) von mir und zerschlug die Trinkgefäße. Ich bat Allah um Verzeihung und dies war der Grund für meine Reue.“

Ich habe auch gehört, dass berichtet wurde, dass, als Maalik ibn Dinar aufwachte, er „Die Zeit ist wahrlich gekommen, die Zeit ist wahrlich gekommen!“ gerufen hat (als Antwort auf die Ayah, die seine Tochter rezitiert hatte), und dass er dann Ghusl nahm und für Fajr zur Masjid ging, wobei er die Reue beabsichtigte und dass, als er in die Masjid ging, den Imam genau diese Ayah rezitierten hörte:

أَلَمْ يَأْنِ لِلَّذِينَ آمَنُوا أَن تَخْشَعَ قُلُوبُهُمْ لِذِكْرِ اللَّهِ

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs? [57:16]

Und daraufhin Reue zeigte

[Aus Imam Ibn Qudamah Al-Maqdisi's Kitab At-Tawwabiin]

[Entnommen aus dem Day-Magazine, Ausgabe 4]

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Wahre Furcht

Januar 28, 2009

Mansur bin ‘Ammar erzählt: Ich ging am Ende einer Nacht hinaus, irrtümlicherweise dachte ich, dass der Morgen angebrochen sei. Als ich sah, dass es noch dunkel war, setzte ich mich neben eine kleine Tür (eines Hauses). Während ich dort saß, hörte ich die Stimme eines jungen Mannes, wie er weinte;

Er sagte:

„Bei Deiner Macht, und bei Deiner Majestät, mit meiner Sünde beabsichtigte ich nicht, mich Dir zu widersetzen. Als ich Dir ungehorsam war, war ich mir Deiner Strafe nicht unbewusst, noch suchte ich sie auf. Und ich nahm die Tatsache, dass Du der Allsehende bist, nicht auf die leichte Schulter. Es war nur so, dass mein Nafs mich dazu verleitete, und mein Elend mich überkam; auch wurde ich davon getäuscht, indem ich mich durch die Tatsache, dass Du mich mit deinem Schleier bedeckt hast, sicher (indem Du mich vor dem Blick anderer beschützt hast, als ich sündigte). Ich war Dir durch meine Ignoranz ungehorsam und ich widerstrebte durch meine eigene Schuld Deinen Geboten. Wer wird mich nun vor Deiner Strafe retten? Und wenn Dein Seil aus von meiner Hand gerissen wurde, an wessen Seil soll ich mich dann festhalten? Ach, für all die Tage, die ich damit verbrachte, dir ungehorsam zu sein, mein Herr! Oh wehe mir! Wie oft bereue ich und wie oft kehre ich dennoch zur Sünde zurück! Nähert sich nicht die Zeit, in der ich mich vor meinem Herrn schämen werde (d.h Scham Ihm ungehorsam zu sein)?“

Nachdem ich seine Worte gehört hatte, sagte ich: „Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Schaytan. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا قُوا أَنفُسَكُمْ وَأَهْلِيكُمْ نَاراً وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْحِجَارَةُ عَلَيْهَا مَلَائِكَةٌ غِلَاظٌ شِدَادٌ

O ihr, die ihr glaubt, rettet euch und die Euren vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, worüber strenge, gewaltige Engel gesetzt sind… [Sura At-Tahrim (66) Ayah 6]

Ich hörte eine dumpfe, sogar entsetzt klingende Stimme; (aber weil es nicht meine Angelegenheit war, in das Haus zu stürzen), stand ich auf und ging meinen Weg. Als ich am Morgen zurückkam, ging ich am selben Haus vorbei und ein toter Körper wurde aus dem Haus getragen; inmitten dieses Vorfalls kam und ging eine alte Frau.Ich fragte sie: „Wer ist der Tote?

Geh weg von mir,“ sagte sie. „Willst du meine Trauer erneuern?

Ich bin hier ein Fremder,“ sagte ich. „Der Tote ist mein Sohn,“ erwiderte die Frau. “Letzte Nacht rezitierte ein Mann – möge Allah ihn nicht belohnen – einen Vers, in der das Höllenfeuer erwähnt wurde. Mein Sohn, der ihn gehört hatte, weinte weiterhin und schüttelte sich vor Angst bis er starb.

Dies ist wahrlich die Beschreibung einer Person, die wahrhaftig Allah subhanahu wa ta’ala fürchtet.

[Sifatus-Safwah]

[Entnommen aus dem Day-Magazine, Ausgabe 2]

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