Archiv für die Kategorie ‘Taqwa’

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Wahres Wissen

November 11, 2009

Sufyaan Ath-Thawrii – rahimahullaah – sagte: „Die Vorzüglichkeit des Wissens liegt nur an der Tatsache, dass sie eine Person dazu bringt, Allah zu fürchten und Ihm zu gehorchen, sonst ist es nur wie irgendetwas anderes.“ [Berichtet von ibn Rajab]wissen

Al-Hasan al-Basrii – rahimahullaah – sagte: „Wer auch immer etwas im Namen Allahs lernt, wobei er das anstrebt, was bei Ihm ist, wird erfolgreich sein. Und wer auch immer etwas für jemand anderen als Allah lernt, wird nicht das Ziel erreichen, noch wird ihn sein erlangtes Wissen Allah näher bringen.“ [Berichtet von Ibn ul Jawzii]

Ibn Mas`ud – radiyallahu `anhu – sagte: „Wahres Wissen wird nicht in Abhängigkeit von dem bemessen, wie viel man sich einprägt und dann schildert. Wahres Wissen ist viel mehr ein Ausdruck der Frömmigkeit [sich davor zu schützen, was Allah verboten hat und danach zu handeln, was Er angeordnet hat].“  Genauso, „studiere und handle nach dem, was du lernst“.“ [Berichtet von Abu Na`iim]

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Taqwa: Der Schlüßel zum Lernen

Juli 29, 2009

Shaikh Abu Anas Hamad Ibn Ibrahim al-’Uthman

Eine kurze Erinnerung zum Thema Taqwa an diejenigen die nach Wissen streben, da die Taqwa ein sehr nützliches Mittel ist das von vielen, die sich in die verschiedenen Wissenschaften dieser noblen reinen Religion begeben haben, vergessen wurde. Wer auch immer wünscht, dass Allah ihm das Herz für Ihn öffnen und Ihm Licht verleihen soll, der soll Gerede über Angelegenheiten die ihn nicht betreffen meiden, Sünden unterlassen und sich von der Ungehorsamkeit (gegenüber Allah) abwenden.

Allah subhanahu wa ta´ala sagt (in ungefährer Bedeutung):

O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und glaubt an Seinen Gesandten! Er wird euch einen doppelten Anteil von Seiner Barmherzigkeit geben und wird euch ein Licht bereiten, worin ihr wandeln werdet …“ [57:28]

Allah ´aza wa jal sagt (in ungefährer Bedeutung):

O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allah fürchtet, wird Er euch Entscheidungskraft (Furqan) gewähren …“ [8:29]

Ibn Kathir (rahimahullah) sagte: Ibn ´Abbaas, as-Suddi, Ikrimah, ad-Dahak, Qatadah, und Muqatil Ibn Hayyan sagten alle dass das Wort ‘Furqaan‘ folgende Bedeutung hat: „Ein Ausweg (aus Erschwernis)„. Mujahid fügte hinzu: „Ein Ausweg (aus Erschwernis), sowohl im Diesseits, als auch im Jenseits„. In einer weiteren Überlieferung sagte Ibn Abbas, dass das Wort ‘Furqaan‘ „Erlösung“ bedeutet. Und einer anderen Überlieferung zufolge: „geholfen zu werden.“ Muhammad Ibn Ishaaq sagte über die Bedeutung des Wortes ‘Furqaan‘: „Ein Maßstab zur Unterscheidung zwischen Wahrheit und Falschheit„. Diese Erklärung von Ibn Ishaaq ist die bekannteste und es ist die unumgängliche Konsequenz dessen. Denn wer auch immer Taqwa besitzt indem er den Geboten Allahs Folge leistet und die Verbote Allahs unterlässt, dem wird die Fähigkeit zuteil die Wahrheit von der Falschheit unterscheiden zu können. Dies wird die Ursache für seine Erlösung sein, ihm wird geholfen werden und es wird der Grund dafür sein, dass ihm die weltlichen Angelegenheiten erleichtert werden, und der Grund für sein Glück am Tag des Gerichts. Es wird ebenso die Ursache für die Sühne seiner Sünden bei Allah sein, und dass ihm vergeben wird und dass er von Allah vor anderen Leuten bedeckt wird. Es wird ebenso die Ursache dafür sein, dass er Empfänger von großartigem Lohn sein wird. [Tafsir Ibn Kathir - (2/301-302)]

Allah jala wa ´ala sagt (in ungefährer Bedeutung):

O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und glaubt an Seinen Gesandten! Er wird euch einen doppelten Anteil von Seiner Barmherzigkeit geben und wird euch ein Licht bereiten, worin ihr wandeln werdet …“ [57:28]

Ibn Mas´ud sagte:

Wahrlich, ich behaupte dass eine Person Wissen vergisst welches sie sonst besitzt aufgrund der Sünden die sie begeht.“ [az-Zuhd (Nr. 329)]

Waki´ Ibnul-Jarrah (rahimahullah) sagte:

Ich suche Hilfe in der Erinnerung, im Unterlassen von Sünden und Ungehorsamkeiten.“ [Rawdatul-’Uqalaa (S. 39)]

Imam Malik Ibn Anas (rahimahullah) sagte zu Imam Ash-Shafi´i (rahimahullah), als sie beide sich begegneten:

Gewiss, ich sehe, dass Allah Licht auf dein Herz gelegt hat, so lösch dieses nicht mit der Finsternis von Ungehorsamkeit und Sünden aus.“ [I’laamul-Muwaqqi’een (4/258)]

Imam Muhammad Ibn Idris Ash-Shafi´i (rahimahullah) sagte:

Wer auch immer wünscht, dass Allah ihm das Herz für Ihn öffnet und Ihm Licht verleiht, der soll Gerede über Angelegenheiten die ihn nicht betreffen meiden, Sünden unterlassen und sich von der Ungehorsamkeit (gegenüber Allah) abwenden. Dann wird zwischen ihm und Allah ein verborgener Schatz von guten Taten sein. Geschieht dies, dann wird Allah ihm das Tor zum Wissen öffnen, womit er sich beschäftigt. Wahrlich der Tod ist die größte Beschäftigung.“ [Manaaqibush-Shaafi’ee (2/171)]

Shaikh ul-Islam Ibn Taymiyyah (rahimahullah) sagte:

Allah der Vollkommene und Hocherhabene hat eine Strafe bereitet für die Sünden der Menschen, nämlich das Ausbleiben von Rechtleiung und das Ausbleiben von nützlichem Wissen, wie Er sagt (in ungefährer Bedeutung):

(sie) sagten:Unsere Herzen sind hinter einem Schleier“ – aber nein, Allah hat diese wegen ihres Unglaubens verschlossen …[4:155]

Und Er sagt (in ungefährer Bedeutung):

Und sie sagten:Unsere Herzen sind unempfindlich.“ Aber nein! Allah hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht …[2:88]

Und Er sagt (in ungefährer Bedeutung):

Und Wir werden ihre Herzen und ihre Augen verwirren, weil sie ja auch das erste Mal nicht daran glaubten …[6:110]

Und Allah subhanahu wa ta´ala sagt (in ungefährer Bedeutung):

In ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit …[2:110]

Und Er sagt (in ungefährer Bedeutung):

Als sie dann (vom Glauben) abschweiften, da ließ Allah ihre Herzen abschweifen …[61:5]

[Majmoo’ul-Fataawaa (14/152)]

Quelle: a2youth.com


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Das andere Feuer beschäftigt meine Gedanken

März 4, 2009

In einem Haus brach einst ein Feuer aus, während ´Ali bin Husayn-möge Allah mit ihm barmherzig sein- sich im Gebet niederwarf. Er hob seinen Kopf  nicht, bis das Feuer erlosch. Als man ihn über dies fragte, sagte er:

Das andere Feuer beschäftigte meine Gedanken

[Adh-dhahabi in Siyar A´laam al-Nubalaa´ unter der Biographie von ´Ali bin al-Husayn, Zayn Al-´Aabideen]

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´Ali bin al Husayn, der als Zayn Al-´Aabideen bekannt ist aufgrund seine konsequenten Anbetung, war der Urenkel von dem Propheten (sallallahu ´alaihi wa sallam). Er war der einzige überlebende Sohn von al-Husayn, Sohn von ´Ali bin Abi Talib- Möge  Allah sich ihrer erbarmen.

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Wahre Furcht

Januar 28, 2009

Mansur bin ‘Ammar erzählt: Ich ging am Ende einer Nacht hinaus, irrtümlicherweise dachte ich, dass der Morgen angebrochen sei. Als ich sah, dass es noch dunkel war, setzte ich mich neben eine kleine Tür (eines Hauses). Während ich dort saß, hörte ich die Stimme eines jungen Mannes, wie er weinte;

Er sagte:

„Bei Deiner Macht, und bei Deiner Majestät, mit meiner Sünde beabsichtigte ich nicht, mich Dir zu widersetzen. Als ich Dir ungehorsam war, war ich mir Deiner Strafe nicht unbewusst, noch suchte ich sie auf. Und ich nahm die Tatsache, dass Du der Allsehende bist, nicht auf die leichte Schulter. Es war nur so, dass mein Nafs mich dazu verleitete, und mein Elend mich überkam; auch wurde ich davon getäuscht, indem ich mich durch die Tatsache, dass Du mich mit deinem Schleier bedeckt hast, sicher (indem Du mich vor dem Blick anderer beschützt hast, als ich sündigte). Ich war Dir durch meine Ignoranz ungehorsam und ich widerstrebte durch meine eigene Schuld Deinen Geboten. Wer wird mich nun vor Deiner Strafe retten? Und wenn Dein Seil aus von meiner Hand gerissen wurde, an wessen Seil soll ich mich dann festhalten? Ach, für all die Tage, die ich damit verbrachte, dir ungehorsam zu sein, mein Herr! Oh wehe mir! Wie oft bereue ich und wie oft kehre ich dennoch zur Sünde zurück! Nähert sich nicht die Zeit, in der ich mich vor meinem Herrn schämen werde (d.h Scham Ihm ungehorsam zu sein)?“

Nachdem ich seine Worte gehört hatte, sagte ich: „Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Schaytan. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا قُوا أَنفُسَكُمْ وَأَهْلِيكُمْ نَاراً وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْحِجَارَةُ عَلَيْهَا مَلَائِكَةٌ غِلَاظٌ شِدَادٌ

O ihr, die ihr glaubt, rettet euch und die Euren vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, worüber strenge, gewaltige Engel gesetzt sind… [Sura At-Tahrim (66) Ayah 6]

Ich hörte eine dumpfe, sogar entsetzt klingende Stimme; (aber weil es nicht meine Angelegenheit war, in das Haus zu stürzen), stand ich auf und ging meinen Weg. Als ich am Morgen zurückkam, ging ich am selben Haus vorbei und ein toter Körper wurde aus dem Haus getragen; inmitten dieses Vorfalls kam und ging eine alte Frau.Ich fragte sie: „Wer ist der Tote?

Geh weg von mir,“ sagte sie. „Willst du meine Trauer erneuern?

Ich bin hier ein Fremder,“ sagte ich. „Der Tote ist mein Sohn,“ erwiderte die Frau. „Letzte Nacht rezitierte ein Mann – möge Allah ihn nicht belohnen – einen Vers, in der das Höllenfeuer erwähnt wurde. Mein Sohn, der ihn gehört hatte, weinte weiterhin und schüttelte sich vor Angst bis er starb.

Dies ist wahrlich die Beschreibung einer Person, die wahrhaftig Allah subhanahu wa ta’ala fürchtet.

[Sifatus-Safwah]

[Entnommen aus dem Day-Magazine, Ausgabe 2]

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Und was ist mit uns?

Januar 7, 2009

Uthman ibn ´Affan sagte einst: „Ich wünschte, nach dem Tod, nicht wieder aufzuerstehen“ (auf Grund der Angst, vor der Strafe Allahs). [Ibni Qudama, Mukhtasar Minhaj al-Qasidin, S.298.]

Ibrahim ibn ash´athi beschrieb Fudayl ibn Iyad und sagte: „Wenn Fudayl Allah ta´aala erwähnte oder wenn jemand Ihn (Allah) in seiner (Fudayl ibn Iyads) Anwesenheit erwähnte, überkam Fudayl eine Furcht und von seinen Augen floßen Tränen.“ [Az-Zuhadu mietun wa a´adhamuhum Muhammedun, S.314.]

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Malik Ibn Dinar hat gesagt: „Die Tochter von Rabi’ ibn Haitham, sagte zu ihrem Vater: „O mein Vater, was ist, dass du in der Zeit nicht schläfst, in der andere Menschen schlafen?“ Er Antworte ihr: „Die Furcht vor der Hölle lässt deinen Vater nicht schlafen.“ [Ibn al Jawzi, Sifatu as-safwatu, III, S.64.]

Von al-Qasim wird berichtet, dass er gesagt hat: Ibn Umar, radyallahu ´anh, hat gebetet und las die Worte Allahs:

وَيۡلٌ۬ لِّلۡمُطَفِّفِينَ (١) ٱلَّذِينَ إِذَا ٱكۡتَالُواْ عَلَى ٱلنَّاسِ يَسۡتَوۡفُونَ (٢) وَإِذَا كَالُوهُمۡ أَو وَّزَنُوهُمۡ يُخۡسِرُونَ (٣) أَلَا يَظُنُّ أُوْلَـٰٓٮِٕكَ أَنَّہُم مَّبۡعُوثُونَ (٤) لِيَوۡمٍ عَظِيمٍ۬ (٥) يَوۡمَ يَقُومُ ٱلنَّاسُ لِرَبِّ ٱلۡعَـٰلَمِينَ (٦)

(1.) Wehe den das Maß Kürzenden, (2.) die, wenn sie sich von den Menschen zumessen lassen, sich volles Maß geben lassen, (3.) wenn sie ihnen aber zumessen oder wägen, Verlust zufügen. (4.) Glauben jene nicht, daß sie auferweckt werden (5.) zu einem gewaltigen Tag, (6.) am Tag, da die Menschen sich um des Herrn der Weltenbewohner willen aufstellen werden? [Al-Mutaffifin(83):1-6] , Ibn Umar weinte so viel, dass es ihm nicht möglich war, die anderen Ayat  zu ergänzen. [Ibn al-Jawzi, sifatu as-safwatu, Haleb, s.32.]


  • Uthman ibn ´Affan war der vierte Khalif des Islam. Er, radiyallahu ´anh, war sehr schamhaft, sodass der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, gesagt hat, dass auch die Engel sich vor Uthman schämen [Berichtet von Aisha, radiyallahu ´anha, und Überliefert bei Bukhary und Muslim]. Er war mit zwei Töchtern des Propheten, sallallahu alaihi wa sallam, verheiratet (nicht gleichzeitig), so auch der Name „Dhun Nurayn“.
  • Fudayl ibn Iyad geboren in Horasan. Er war ein Gelehrter, der viel Furcht vor Jahannam hatte, sodass Sufjan Ibn Ujajn gesagt hat: „Ich habe noch niemanden gesehen, der Jahannam mehr fürchtet, als Fudayl  und sein Sohn.“ Fast die ganze Nacht las er den Quran und betete.
  • Rabi’ ibn Haitham, auf ihn trifft die Generation der Tabi´in zu, welcher die Realität des diesseitigen Lebens verstanden hat, auf Grund dessen entfernte er sich von ihr. Die Nacht verbrachte er im Gebet und im anderen Teil der Nacht schlief er. Ibrahim At-Tamimi berichtet uns über einen Mann, der 20 Jahre mit Rabi’ befreundet war und nie hat er ein schlechtes Wort von ihm gehört. Jemand schlug ihn mit einem Stein an den Kopf, Blut floß ununterbrochen, bis er sagte: “ O Herr, vergib ihm, weil es  nicht seine Absicht war, mich zu schlagen“